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Artikel in der Tangodanza 1/2007
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Radio "Welle Niederrhein"
Ausschnitte aus der Radiosendung vom 20.Juni 05
Clip1 -
Clip 2 -
Clip 3 -
Clip 4 -
Clip 5 -
Clip 6 -
Clip 7
Videoclip von City-Vision
RP 31.01.06

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Artikel Susanne
Böhling WZ 24.9.05
Beim Tango was fürs
Leben lernen.
„Beim Tango Argentino ist die Welt
noch in Ordnung: Der Mann führt, und die Frau muss sich führen
lassen.“ So beschreibt Tango-Lehrerin Illona Rios das Problem der
nächsten 45 Minuten. Als Abschluss des Open-Air-Tango-Sommers in
Viersen bekommen alle, die bisher immer nur verschämt zugesehen haben,
Gelegenheit zu einer Schnupperstunde. Und rund 40 Männlein und
Weiblein, jung und alt nehmen sie wahr. Der Tango-Virus wird in
Viersen also nicht aussterben, zumal in der neuen Trafo-Station
weitere Salons auch in der kalten Jahreszeit stattfinden werden.
Natürlich fühlt sich die
durchschnittlich emanzipierte Frau von heute bei solchen Ansprüchen
ertappt in ihrer Unfähigkeit sich unterzuordnen. Weiterführende
Gedanken, ob die Welt jetzt, wo die Frauen sich nicht mehr so einfach
führen lassen, weniger in Ordnung sei als vorher drängen sich ihr zwar
auf, aber die Musik fängt an und jetzt heißt es, sich zu
konzentrieren. Nein, an musikalischem Gefühl mangelt es ihr nicht,
auch nicht an der Fähigkeit, rückwärts zu gehen, denn das ist ihre
Richtung beim Tango. Schließlich muss der Mann, wenn er führen soll,
auch sehen, wohin und also selbst vorwärts gehen. Auf das Brustbein
solle sie ihm sehen, da könne sie ablesen, wo es hingehen solle.
Alles an diesem Tanz sei improvisiert,
es gäbe keine festen Schrittfolgen. Es liege einzig im Ermessen des
Mannes, ob er nun mit rechts beginne oder mit links, jederzeit könne
er die Richtung wechseln. So, wie Ilona das mit ihrem Salvador
vormacht, kann man das gar nicht glauben. In völlig exaktem Gleichmaß
geht sie vor ihm her. Und im Übrigen sieht sie ihm tief in die Augen
und nicht auf das Brustbein. Aber was soll’s, es wird schon gut gehen.
Und wenn er ihr auf die Füße trifft, dann weiß sie
bescheid: Selbst schuld.
Doch schon nach der nächsten Musik
kommt Hilfe: Salvador Rios macht klar, dass es beim Tanzen eben nicht
sei wie zu Hause. Wenn ihnen jetzt endlich die Führung überlassen
werde, dann müssten die Männer sie auch übernehmen. Er müsse
schon wissen, wo er hinwolle und gefälligst aufpassen, dass er
seine Partnerin nicht vor die Wand flitzen lasse oder in den Rücken
eines anderen Paares. Eindeutige Signale setzen. Und nicht
rumdiskutieren: „Du, meinst Du, das ist jetzt für Dich in Ordnung,
wenn wir mit links anfangen?“ Also, er mit links und sie mit rechts.
Und die verunsicherte Emanze lernt
eine weitere Lektion: Es nützt nichts, die Unfähigkeit zur
Unterordnung durch vorauseilenden Gehorsam wettmachen zu wollen. Dann
ist das Chaos komplett. Lieber dazu stehen. Das fordert die
eindeutigen Signale heraus und eine gewisse Vehemenz. Daraus kann dann
vielleicht irgendwann mal Tango werden.
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Artikel RP vom 27.8.05 |
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Artikel WZ vom 19.7.

Artikel RP vom 7.6.

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Artikel vom 6.6.05 WZ

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